Legionelleninfektionen nehmen in Deutschland stark zu!

Offizielle Statistik zeigt deutlich verzerrtes Bild im 1. Halbjahr 2017.

Beim DFLW, dem Deutschen Fachverband für Luft- und Wasserhygiene, hat man eine Datenbankabfrage zu den offiziell gemeldeten Legionellenerkrankungen beim RKI – Robert-Koch Institut für das erste Halbjahr 2017 ausgewertet.

Die Zahlen zeigen, dass deutlich mehr Erkrankungen von den Gesundheitsbehörden in den Ländern über die Datenbank SurvStat 2.0 gemeldet wurden, als diese dann vom RKI in der Statistik zu meldepflichtigen Infektionskrankheiten bekanntgegeben worden sind.

Im ersten Halbjahr erkrankten demzufolge 2.903 Menschen an Legionellose durch die Erreger Legionella pneumophila und Legionella spp., während vom RKI 427 Fälle im wöchentlich erscheinenden Epidemiologischen Bulletin für den Zeitraum bis zur KW26 ausgewiesen wurden.

In Fachkreisen wird ja schon seit Jahren vermutet, dass die tatsächlichen Erkrankungszahlen aufgrund von Unschärfen in der klinischen und labormedizinischen Diagnostik sowie des Meldewesens weit höher liegen, als bisher angenommen. Darüber hinaus wurde auch das Meldeverhalten der einzelnen Landratsämter ausgewertet und mit aktuellen Zahlen aus dem Nachbarland Schweiz verglichen.

 

Die Fachinformation des DFLW e.V. dazu finden sie hier.

 

Titelbild Quelle: shutterstock.com

 

 

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